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Eisenmänner und Flüchtlinge

In Hamburg findet heute der Ironman statt und die insgesamt 198 Kilometer lange Radstrecke führt auf 140 Kilometern durch den Landkreis und unser Dorf.






Seit heute morgen um halb zehn fuhren die Männer und Frauen durch unseren Ort, nachdem sie schon 3,5 Kilometer durch die Alster geschwommen sind. 

Inzwischen sind die Straßensperrungen wieder aufgehoben, die jungen Männer, die statt der Freiwilligen Feuerwehr heute die Absperrungen bewachten, wurden abgeholt.
Bei uns an der Straße standen drei junge Kurden aus Syrien, die man für ein Taschengeld aus einem Flüchtlingsheim in Hamburg angeworben hat. Durch ein Missverständnis hatten die Jungs nichts zu trinken und zu essen dabei und wurden von uns mit Wasser und ein bisschen Obst versorgt. Und damit sie sich nicht den ganzen Tag die Beine in den Bauch stehen mussten, hatte einer der Nachbarn zwei Gartenstühle auf die Straße gestellt. 


Zuschauer waren heute nur wenige dabei, anders als bei den Cyclassics, die in diesem Jahr nicht bei uns sondern an der Elbe entlang führen werden. Die meisten Mitbürger im Dorf hatten es nicht einmal mitbekommen, bis sie vor den Absperrungen standen und nicht weiter kamen. 


Ketten schaden - Ende des Wettbewerbs nach 2/3 der Strecke
Und anders als bei den Cyclassics war heute auch niemand mit Flickwerkzeug dabei, um bei einem Defekt zu helfen. Und zum ersten Mal aufgefallen sind uns diese große Tanks für Getränke, die viele der Fahrer am Lenker montiert hatten. Man braucht nicht mehr den Kopf in den Nacken zu legen beim Trinken, sondern nuckelt windschnittig gebückt am Strohhalm.



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