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Geburtstagsgeschenk

Diese Reise haben wir uns zu unseren runden Geburtstagen in diesem Jahr geschenkt. Und eigentlich sollte es nichts außer dieser Rundfahrt an Geschenken geben. 
Einen Haufen Souvenirs zum Einstauben in der häuslichen Vitrine wollten wir auch nicht mitbringen.

 

So ganz hat das ja nun nicht geklappt. Der Mann hat inzwischen 3 Mützen mehr. (... und keine geht über die Ohren bei dieser verrückten Aprilkälte ^^) Ich hatte mich bislang mit einem Kühlschrankmagneten und zwei Pins begnügt und habe an den besuchten Stränden Steine und Muscheln mitgenommen.

Und dann mich hat ein Plakat am Wismarer Markt neugierig gemacht,  so dass ich unbedingt noch einmal dort in die Innenstadt wollte. Das Plakat verwies auf einen Laden, den wir dann doch nur durch Zufall gefunden haben. (Typischer Fall von: Bitte auch auf Plakaten das Kleingedruckte lesen!)

Wir landeten in dem  kleinen Juwelierladen von Julia Kross mit handgefertigten Stücken in Silber, Gold und vielen bunten Edelsteinen. Und mit den von ihr an einem langen langweiligen Wintertag ohne Touristen erfundenen Wismarts.

Als Grundstock für die Wismarts benötigt man - äh, Frau - eines dieser Pandora-Armbänder, die mal ganz groß in Mode waren. Die waren so sehr in Mode, dass ich sie wegen ihrer Beliebigkeit als Massenware nie gemocht habe. 

Am liebsten hätte ich alle Häuschen gekauft, aber das hätte unser Reisebudget komplett gesprengt. Die Entscheidung fiel dann sehr schnell zu Gunsten des Alten Schweden, einmal als Haus mit der prägnanten Silhouette und dann als Schwedenkopf, beide typisch für jeden Bildband über Wismar. Dazu die Hansekogge, deren Nachbau ich noch am Morgen Richtung Wismar fahrend vom Strand aus fotografiert hatte.

Die Schweden haben in Wismar eine besondere Geschichte, da Wismar  wie auch Pommern einst im 30-jährigen Krieg von den Schweden besetzt war. Die Ristows sollen einstmals aus Schweden mit ihrem König Gustav II. Adolf gekommen sein, um in Pommern als kleine Landadlige zu leben.

Um den Abend abzurunden, gingen wir dann noch im "Alten Schweden" am Marktplatz essen. Neptuns Füllhorn nennt sich der große Teller mit dreierlei Fisch und dreierlei Soßen. Ob das schwedischen Königspaar bei ihrem Besuch auch diese Mahlzeit wählte, ist übrigens nicht überliefert.

Kleiner Nachtrag zum Armband:
Zu einem Armband mit dem Thema Ostsee gehört selbstverständlich auch Bernstein dazu. In Ribnitz-Damgarten gibt es neben dem Bernsteinmuseum in ehemaligen Klosteranlage in der Innenstadt auch eine große neue Schaumanufaktur im Gewerbegebiet, die zeigt, wie Bernstein bearbeitet und zu Schmuck und verschiedenen Kunstobjekten verarbeitet wird.

Schicke neue Lampe für die Küche, so teuer wie unsere ganze Reise.

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