Direkt zum Hauptbereich

Norddeutsche Faslam

Was dem Kölner seine Fastnacht, ist dem Norddeutschen sein Faslam. Und wie es im Rheinischen althergebrachte katholische Traditionen gibt, so hat die Faslam im Norden eher evangelisch (oder sogar heidnischen) Hintergrund.
So zogen die Mägde und Knechte fröhlich von Hof zu Hof in einer Zeit, in der das ländliche Arbeitsleben wegen des Winters fast zum Erliegen kam. 
In unserem Dorf ziehen seit ein paar Jahren die jungen Leute am letzten Samstag im Januar schnorrend durchs Dorf. Nicht mehr singend wie früher, sondern mit Boombox und nicht mehr Naturalien sammelnd, sondern Geld für die Feier.

Vorbei kam ein Zirkusdirektor und seine Tierchen. Und schicke Damen in Omas Pelz und Herren in Leggins. Und ein Schlumpf.
Zusatz.... Dies hier ist ein Jubiläum.
Es ist der 500. Post, seitdem ich blogge.
Auch wenn ich derzeit weniger schreibe, so ist dieses Blog doch immer noch meine Spielwiese und mein Ausgleich vom Alltag. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schnullerbaum und Schnöckerkram

In Ramelsloh, einem Ortsteil der großen Gemeinde Seevetal "liegt" das Hamburger Speckland von Bruno Bierbaum, das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert. 

Der Laden ist nicht nur ein einfacher Fabrikverkauf, sondern pure Versuchung auf jedem Quadratmeter. Hier gibt es nicht nur den berühmten Hamburger Speck und Salmi-Lollies, sondern orientalischen Nougat und Zuckerstangen. Der Clou für kleinere Kinder sind aber nicht die Süßigkeiten, sondern der Schnullerbaum auf dem Hof. 

Nach einer alten dänischen Tradition können Kinder hier ihrem Schnulli ein neues Zuhause geben und die Schnullerfee passt darauf auf....

Damit sich aber nicht die lieben Kleinen sofort die Zähne mit Süßigkeiten ruinieren, gibt es zum Tauschen eine kleine Abteilung mit niedlichen Kindermöbeln und hochwertigem Spielzeug.
Und auch als Erwachsener findet man so schicke Sachen wie die Keksdosen verkleidet als Radio oder als VW-Bulli













Richtfest

Ein Richtfest gehört zu einem Hausbau wie die Taufe zu einem  Schiff. Und seit Tagen haben wir den Zimmerleuten vor der Haustür zugesehen, ob sie nicht endlich fertig würden. Aber immer fehlte noch eine Latte oder ein Stück Plane.

Heute war es endlich soweit. Die Nachbarn versammelten sich um dem Spruch des Meisters zu lauschen und gute Wünsche in Form von Besen und Schnaps zu überreichen.

Und dank der familieneigenen Kneipe konnten wir Würstchen, Kartoffelsalat und Gulaschsuppe zum Bier im Warmen und Trockenen genießen




Still unübersehbar

Ein Ausflug ins Wendland, nach Lüchow-Danneberg, ist auch immer ein Ausflug in das "Atomkraft? Nein, Danke!"-Land.

Im Moment rollen zwar keine Castoren, dennoch ist Niedersachsen, die Asse und das Lager Gorleben allgegenwärtig im Gespräch um ein deutsches Endlager.

Der Protest der Menschen ist still, aber weiterhin (englisch still) unübersehbar.