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Das muss kacheln

Das kleine Städtchen Boizenburg, gelegen im äußersten Zipfel von Mecklenburg-Vorpommern, zwischen Lauenburg in Schleswig-Holstein und Bleckede/ Niedersachsen war heute unser Ausflugsziel.

In einer Sendung der Landpartie vom NDR hatten wir einen Bericht zum Fliesenmuseum und der Altstadt von Boizenburg gesehen. Und weil das Wetter heute sonnig und trocken war, haben wir die Gelegenheit genutzt, mit dem Cabrio eine nicht allzu lange Tour entlang der Elbe zu unternehmen. (Tourbericht drüben bei Stahlblau Metallic)


Bevor es in die Altstadt von Boizenburg geht, kann man hoch über den Elbauen hinunter ins Tal bis in zur Boizenburger Kirche sehen. Hier entsteht eine neue kleine Wohnsiedlung mit unverbaubarem Blick und über eine Treppe mit direktem Zugang zu einem Bootssteg.


Weiter ging es in mitten in die Stadt, zunächst zum Essen. 
In einem Restaurant, das Nr. 16 heißt, obwohl es schräg gegenüber der Hausnummer 16 im Haus der Reichenstraße Nummer 9 beheimatet ist. Eine Webseite hat das Nr. 16 noch nicht, aber der Hausfotograf war gerade bei der Arbeit.



Und so sind wir uns ein paar Mal ins Gehege gekommen. Das Essen war gut, frisch und heiß. Wir hatten Schnitzel, ich mit Sahnesoße und ersten Pfifferlingen, der Mann mit einer politisch unkorrekten, aber leckeren Zigeunersoße. (Nein, es gibt keine Fotos vom Essen. Ich bin eindeutig zu alt für so'n Scheiß)

 Nach dem Essen ging es ein paar Meter die Straße hinunter ins Lothar Scholz-Haus, in dem das Fliesenmuseum beheimatet ist. Lothar Scholz selbst verstarb kurz nach dem Dreh für die Landpartie um Ostern herum.
Zu seinen Ehren soll es ab Ende des Monats eine Sonderausstellung im kleinen Fliesenmuseum geben.

Die Fliesen und ihre Präsentation waren eine echte Herausforderung beim Fotografieren. Neben den sehr alten Fliesen aus Delft und Fliesen aus der Gründerzeit der Anfang des letzten Jahrhunderts von verschiedenen deutschen Orten und sind besonders die Boizenburger Fliesen aus der Zeit des "real existierenden Sozialismus" der alten DDR sehenswert.


Boitzenburg 1920er Jahre


Moderner Fotosiebdruck

Eines der Großwerke von Lothar Scholz mit 20x20 Fliesen










Nach dem Museum habe ich mir noch kurz die alten Wallanlagen angesehen mit den alten Häusern direkt an den Wallgräben angesehen. Der Mann blieb im Auto, wegen Rücken, bloß nicht mehr laufen.
Aber das hätte er doch sehen müssen.
So müsste man wohnen. Ein paar Schritte nur vom Marktplatz und dem Rathaus entfernt, mit einem versteckt gelegenen Penny-Laden und plätscherndem Wasser vor der Haustür.





Zurück ging es über Bleckede, mit der Fähre über die Elbe und dann nach Hause.

Seitdem wir angekommen sind, regnet es.

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