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Wurzeln und Urgestein

Schon im März hatte ich über unser Dorf und seinen Markt geschrieben. Jetzt kehrt der Markt, 30 Jahre nach seiner Gründung auf seinen alten Platz zurück. Zurück zu den Wurzeln, zu den Anfängen der dörflichen Versorgung, vor der Schwemme von spanischen Erdbeeren und holländischen Tomaten.
Nach diversen Umzügen ist dies der Platz, auf den die verbliebenen Händler zurückkehren wollten. 


Doch was Anfang der 80er Jahre einmal mit 30 Ständen begann, ist heute ein kleiner geschrumpfter Trupp. Brot, Fisch, Honig, Eier und Gemüse, mehr kann man derzeit auf dem Markt noch nicht bekommen. Von Anfang an dabei ist "Urgestein" Jürgen Weselmann aus Ochsenwerder mit seinem frischen Gemüse der Jahreszeit und seinen vorgezogenen Blumen im Frühjahr. 
Natürlich muss jeder Gemüsehändler heute auch zukaufen, die Kunden sind vom immer "tagesfrischen" Angebot ihres Supermarktes verwöhnt. Aber man schmeckt die Frische der Ware, die nur kurz mal über die Elbe gekommen ist und nicht durch halb Europa unterwegs war.

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Schnullerbaum und Schnöckerkram

In Ramelsloh, einem Ortsteil der großen Gemeinde Seevetal "liegt" das Hamburger Speckland von Bruno Bierbaum, das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert. 

Der Laden ist nicht nur ein einfacher Fabrikverkauf, sondern pure Versuchung auf jedem Quadratmeter. Hier gibt es nicht nur den berühmten Hamburger Speck und Salmi-Lollies, sondern orientalischen Nougat und Zuckerstangen. Der Clou für kleinere Kinder sind aber nicht die Süßigkeiten, sondern der Schnullerbaum auf dem Hof. 

Nach einer alten dänischen Tradition können Kinder hier ihrem Schnulli ein neues Zuhause geben und die Schnullerfee passt darauf auf....

Damit sich aber nicht die lieben Kleinen sofort die Zähne mit Süßigkeiten ruinieren, gibt es zum Tauschen eine kleine Abteilung mit niedlichen Kindermöbeln und hochwertigem Spielzeug.
Und auch als Erwachsener findet man so schicke Sachen wie die Keksdosen verkleidet als Radio oder als VW-Bulli













Richtfest

Ein Richtfest gehört zu einem Hausbau wie die Taufe zu einem  Schiff. Und seit Tagen haben wir den Zimmerleuten vor der Haustür zugesehen, ob sie nicht endlich fertig würden. Aber immer fehlte noch eine Latte oder ein Stück Plane.

Heute war es endlich soweit. Die Nachbarn versammelten sich um dem Spruch des Meisters zu lauschen und gute Wünsche in Form von Besen und Schnaps zu überreichen.

Und dank der familieneigenen Kneipe konnten wir Würstchen, Kartoffelsalat und Gulaschsuppe zum Bier im Warmen und Trockenen genießen




Still unübersehbar

Ein Ausflug ins Wendland, nach Lüchow-Danneberg, ist auch immer ein Ausflug in das "Atomkraft? Nein, Danke!"-Land.

Im Moment rollen zwar keine Castoren, dennoch ist Niedersachsen, die Asse und das Lager Gorleben allgegenwärtig im Gespräch um ein deutsches Endlager.

Der Protest der Menschen ist still, aber weiterhin (englisch still) unübersehbar.