Direkt zum Hauptbereich

Pisa und der schwere Weg zum Genuss-Lesen

Jungen lesen nicht gern, bis auf wenige Ausnahmen. Jungen "machen" lieber selbst anstatt sich mit Papier und Druckerschwärze auseinander zu setzen. 
Deshalb schneiden Jungen auch in vielen Belangen in der Schule schlechter ab. Seit dem großen Pisa-Schock tut man auch etwas für diese Jungen, nie gab es soviel Literatur in den Regalen für Jungen wie heute - die Tagebücher von Greg oder Romane über Fußball. 
Ab einer gewissen Altersstufe jedoch benehmen sich die Verlage wie die Pharmaindustrie - Man investiert nicht für eine Minderheit. Spannende Jugendbücher für Jungen ab 14? Warum? Wozu? Die hängen doch nur am PC ab. Es gibt eine Riesenlücke zwischen Jungenliteratur ab 12 und Erwachsenenliteratur.
Ungewohnter Anblick ;o)

Literatur im Oberstufen-Deutschunterricht ähnelt eher den romantischen Schmonzetten à la Twilight: In Schillers Kabale und Liebe und in Fontanes Effi Briest geht es darum, dass Zwei nicht zusammen kommen können und hinterher ist einer tot. 
Selbst Amazon hilft hier nicht weiter. Seitenweise "Tribute von Panem", irgendwelche "Bisse" und auch männliche Autoren (sehr in der Minderzahl) beschreiben in ihren Büchern eher das Erwachsenwerden und die Pubertät von Mädchen. 
Bei meinem Großen habe ich es gar nicht geschafft, ihn fürs Lesen zu begeistern. Das einzige Buch, dass er jemals komplett gelesen hat, war das (englische) Reparaturhandbuch für seinen Volvo.

Unser Kleiner aber hat herausgefunden, dass Lesen durchaus Genuss und Spaß bereiten kann - mit den Kinder- und Jugendromanen von Andreas Eschbach. Zuerst die 5 Bände vom Marsprojekt, jetzt Black*Out und der 2. Band Hide*Out. Als Überbrückung der Wartezeit bis zum Erscheinen des 3. Bandes Time*Out im August habe ich meinem Kleinen "Exponentialdrift" vorgeschlagen. Mal sehen, ob ihm auch die Bücher für Erwachsene von Andreas Eschbach gefallen.

PS.: Sollte noch jemand entsprechende spannende Jugendliteratur für Jungen kennen, bitte melden!

Kommentare

  1. Per Anhalter durch die Galaxis!
    Keine Ahnung ob das in dem Alter ok ist, denke schon.. ich habs mit 14 verschlungen: Alles von Orwel .. Und dann das: http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_i_0_4?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=bernard+cornwell&x=0&y=0&sprefix=bern%2Caps%2C251

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Richtfest

Ein Richtfest gehört zu einem Hausbau wie die Taufe zu einem  Schiff. Und seit Tagen haben wir den Zimmerleuten vor der Haustür zugesehen, ob sie nicht endlich fertig würden. Aber immer fehlte noch eine Latte oder ein Stück Plane.

Heute war es endlich soweit. Die Nachbarn versammelten sich um dem Spruch des Meisters zu lauschen und gute Wünsche in Form von Besen und Schnaps zu überreichen.

Und dank der familieneigenen Kneipe konnten wir Würstchen, Kartoffelsalat und Gulaschsuppe zum Bier im Warmen und Trockenen genießen




Das Leben ist eine Baustelle

Noch bis morgen früh dauert das Chaos rund um unsere örtliche Anschlussstelle der A1, weil die Autobahnmeisterei im Schnellverfahren ein paar Kilometer Fahrbahndecke bei Buchholz erneuern will. 
Seit dem letzten Mittwoch ist die Autobahn in Richtung Bremen voll gesperrt und der Verkehr quält sich auf Umleitungsstrecken auch durch unser Dorf.




In der nächsten Woche sollen nach Mitteilungen im Radio dann die Buchholzer das zweifelhafte Vergnügen haben, dass der Schwerlastverkehr auch durch die engste Kreuzung der Stadt fahren wird, um Hamburg zu erreichen. Viele Autofahrer verlassen sich blind auf ihr Navi und verpassen oft wichtige Mitteilungen auf Schildern. 
Der Fernverkehr aus Richtung Bremen nach Hamburg/Lübeck/Lüneburg soll die A261 bis Lürade nutzen, um dort auf die A7 in Richtung Süden aufzufahren. Am Maschener Kreuz geht es dann wieder auf die A1.

Der Tod gehört zum Leben

.. oder Wie gehen wir mit dem virtuellen Tod um?
Als im Sommer 2013 einer der bekanntesten Kreisel bei Google Plus starb, war das ganze Netzwerk tage- und wochenlang in Trauer. Noch heute zünden einige von uns virtuelle Kerzen an Idschies Todestag an. 
Idschie, oder eigentlich E.G. Steup, war einer der ersten, der von uns ging, es folgten bis zum Februar dieses Jahres noch einige andere gute Bekannte. Und jedes Mal ist es ein Schock. Der zweite Schock kommt dann, wenn mit dem Menschen auch die Inhalte verschwinden. Die "Gespräche", die man diesem Menschen führte, seine Witze, seine ernsthaften Beiträge. Oder wie im Fall meiner Kollegin Sabine ein ganzes Blog auf einem eigenen bezahlten Server mit Inhalten, die nicht nur von ihr allein erstellt waren, sondern auch von einigen Gastautoren. Uns erhalten blieben die freien Inhalte bei Google Plus, Blogger und Twitter, da beide nicht darüber verfügt haben. 
Was immer bleibt sind der Hashtag #einekerzefueregsteup bei Google Plus und…