Direkt zum Hauptbereich

Christian Wulff, der 2.377.....

...Artikel. (Siehe Google News, 21.12.2011, 0.00 Uhr) 

1977. Bundeswehrverwaltungsschule in Mölln. 
Erste Unterrichtsstunde in Beamtenrecht.

"Nehmen Sie nichts an außer Vernunft." 

Dieser alte Witz meines Lehrers für Beamtenrecht war (und ist wohl auch noch heute) der wichtigste Leitsatz jedes Beamten. 
In unserem Ort wird es bei der Polizei so rigide gehandhabt, dass die Polizisten selbst eine Kaffee- und Kuchenspende einer alten dankbaren Dame ablehnen mussten. 
Und auch meine Firma hat sehr strikte Regeln über die Annahme von Geschenken. Nicht einmal mehr die lange Jahre obligatorischen Adventskalender mit Schokolade sind erlaubt. 
Da war die Welt noch in Ordnung - Ideen-Expo 2007
Die gleichen rechtlichen Maßstäbe gelten auch für Minister,  Ministerpräsidenten, Bundespräsidenten und alle anderen Politiker. Sollten eigentlich! Tun sie aber nicht! Viel zu oft nicht! Das gemeine Volk lebt damit schon immer, mit einem gewissen Fatalismus, dass "die da oben" sowieso machen, was sie wollen. Und freut sich diebisch, wenn es mal wieder einen erwischt.

Im Gegensatz zur medialen Hexenjagd früher, ist aber das Niedermachen in Zeiten des Internets wesentlich explosiver. Wolfgang Michal hat in seinem Blog etwas geschrieben vom Bloggerrudel als Wadenbeißer und einem Stöckchen, dem alle hinterherhecheln. Ich bezeichne es eher als einen Flummi, der einmal geworfen, mal hier - mal da auftrifft und weiterhopst, völlig unkontrolliert von demjenigen, der ihn geworfen hat. 
Und nicht immer bleiben die Schreiber so ganz bei der Sache. Wie Dieter Bartetzko, der sich im Feuilleton der FAZ über die biedere Bauart der Wulffschen Residenz auslässt. Wäre ein Kredit für ein Architektenhaus weniger dubios gewesen?
Ich bin gespannt, ob wir unserem Bundespräsidenten erlauben im Amt erwachsen zu werden oder ob die versammelte Schreiberschaft aus Journalisten, deren besonderer Unterart Medienjournalisten und Blogger es zusammen mit der geballten Talkshow-Elite schaffen Christian Wulff zum Rücktritt zu zwingen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schnullerbaum und Schnöckerkram

In Ramelsloh, einem Ortsteil der großen Gemeinde Seevetal "liegt" das Hamburger Speckland von Bruno Bierbaum, das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert. 

Der Laden ist nicht nur ein einfacher Fabrikverkauf, sondern pure Versuchung auf jedem Quadratmeter. Hier gibt es nicht nur den berühmten Hamburger Speck und Salmi-Lollies, sondern orientalischen Nougat und Zuckerstangen. Der Clou für kleinere Kinder sind aber nicht die Süßigkeiten, sondern der Schnullerbaum auf dem Hof. 

Nach einer alten dänischen Tradition können Kinder hier ihrem Schnulli ein neues Zuhause geben und die Schnullerfee passt darauf auf....

Damit sich aber nicht die lieben Kleinen sofort die Zähne mit Süßigkeiten ruinieren, gibt es zum Tauschen eine kleine Abteilung mit niedlichen Kindermöbeln und hochwertigem Spielzeug.
Und auch als Erwachsener findet man so schicke Sachen wie die Keksdosen verkleidet als Radio oder als VW-Bulli













Richtfest

Ein Richtfest gehört zu einem Hausbau wie die Taufe zu einem  Schiff. Und seit Tagen haben wir den Zimmerleuten vor der Haustür zugesehen, ob sie nicht endlich fertig würden. Aber immer fehlte noch eine Latte oder ein Stück Plane.

Heute war es endlich soweit. Die Nachbarn versammelten sich um dem Spruch des Meisters zu lauschen und gute Wünsche in Form von Besen und Schnaps zu überreichen.

Und dank der familieneigenen Kneipe konnten wir Würstchen, Kartoffelsalat und Gulaschsuppe zum Bier im Warmen und Trockenen genießen




Still unübersehbar

Ein Ausflug ins Wendland, nach Lüchow-Danneberg, ist auch immer ein Ausflug in das "Atomkraft? Nein, Danke!"-Land.

Im Moment rollen zwar keine Castoren, dennoch ist Niedersachsen, die Asse und das Lager Gorleben allgegenwärtig im Gespräch um ein deutsches Endlager.

Der Protest der Menschen ist still, aber weiterhin (englisch still) unübersehbar.