Direkt zum Hauptbereich

Hotel Mama

In vielen Publikationen liest man jetzt wieder vom "Hotel Mama" und dass junge Männer von 18 bis 24 zu 71% noch zu Hause wohnen.

Viele der der Artikel sind spöttisch so wie im Stern mit "Keine Lust auf ausziehen" oder "Junge Männer bevorzugen Hotel Mama" von fr-online betitelt. Das Warum? wird nicht wirklich hinterfragt.

Zunächst einmal gehen viele junge Menschen bis zum 18. / 19. Lebensjahr noch zur Schule, sitzen in einer Oberstufe und bereiten sich auf das Abitur vor. Wer dann weit weg von zu Hause studiert, zieht automatisch aus. Durch das G8 (Abitur nach der 12. Klasse) wird sich die Statistik sicherlich verändern.

Nichts ändern wird sich an der Anzahl der zu Hause lebenden Azubis, da man mit einer Ausbildungsvergütung keine Wohnung bezahlen kann - besonders nicht in den Städten und im Speckgürtel dieser Städte. Azubis sind zwischen 16 und 24 Jahren alt, je nachdem, welche Vorbildung sie haben.

Und viele Real- und Hauptschüler finden noch immer nicht gleich den richtigen Ausbildungsplatz und fliegen Warteschleifen im BVJ oder BEK an den Berufsbildenden Schulen. Manchmal sind sie einfach zu jung und der Lehrherr möchte sich nicht mit dem Jugendschutzgesetz abplagen. Oder sie finden nicht die richtige Lehrstelle (Alle wollen immer "Was Kreatives" oder Mechatroniker werden). Oder bei der Lehrstellenvergabe werden Abiturienten bevorzugt.

Das wird aber in den über 70 in Google-News vorhandenen Artikeln nicht hinterfragt; macht doch mehr Spaß sich einfach mal wieder über die Nesthockenden Jungs lustig zu machen.

Übrigens in unserer Straße kommen wir statistisch gesehen nur auf 66,6% - 3 Jungs über 18, ein Student mit 22 ist ausgezogen, ein 20-jähriger Azubi und ein 18-jähriger Oberstufenschüler wohnen noch zu Hause.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Richtfest

Ein Richtfest gehört zu einem Hausbau wie die Taufe zu einem  Schiff. Und seit Tagen haben wir den Zimmerleuten vor der Haustür zugesehen, ob sie nicht endlich fertig würden. Aber immer fehlte noch eine Latte oder ein Stück Plane.

Heute war es endlich soweit. Die Nachbarn versammelten sich um dem Spruch des Meisters zu lauschen und gute Wünsche in Form von Besen und Schnaps zu überreichen.

Und dank der familieneigenen Kneipe konnten wir Würstchen, Kartoffelsalat und Gulaschsuppe zum Bier im Warmen und Trockenen genießen




Das Leben ist eine Baustelle

Noch bis morgen früh dauert das Chaos rund um unsere örtliche Anschlussstelle der A1, weil die Autobahnmeisterei im Schnellverfahren ein paar Kilometer Fahrbahndecke bei Buchholz erneuern will. 
Seit dem letzten Mittwoch ist die Autobahn in Richtung Bremen voll gesperrt und der Verkehr quält sich auf Umleitungsstrecken auch durch unser Dorf.




In der nächsten Woche sollen nach Mitteilungen im Radio dann die Buchholzer das zweifelhafte Vergnügen haben, dass der Schwerlastverkehr auch durch die engste Kreuzung der Stadt fahren wird, um Hamburg zu erreichen. Viele Autofahrer verlassen sich blind auf ihr Navi und verpassen oft wichtige Mitteilungen auf Schildern. 
Der Fernverkehr aus Richtung Bremen nach Hamburg/Lübeck/Lüneburg soll die A261 bis Lürade nutzen, um dort auf die A7 in Richtung Süden aufzufahren. Am Maschener Kreuz geht es dann wieder auf die A1.

Der Tod gehört zum Leben

.. oder Wie gehen wir mit dem virtuellen Tod um?
Als im Sommer 2013 einer der bekanntesten Kreisel bei Google Plus starb, war das ganze Netzwerk tage- und wochenlang in Trauer. Noch heute zünden einige von uns virtuelle Kerzen an Idschies Todestag an. 
Idschie, oder eigentlich E.G. Steup, war einer der ersten, der von uns ging, es folgten bis zum Februar dieses Jahres noch einige andere gute Bekannte. Und jedes Mal ist es ein Schock. Der zweite Schock kommt dann, wenn mit dem Menschen auch die Inhalte verschwinden. Die "Gespräche", die man diesem Menschen führte, seine Witze, seine ernsthaften Beiträge. Oder wie im Fall meiner Kollegin Sabine ein ganzes Blog auf einem eigenen bezahlten Server mit Inhalten, die nicht nur von ihr allein erstellt waren, sondern auch von einigen Gastautoren. Uns erhalten blieben die freien Inhalte bei Google Plus, Blogger und Twitter, da beide nicht darüber verfügt haben. 
Was immer bleibt sind der Hashtag #einekerzefueregsteup bei Google Plus und…