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Früher

Eine Dänin, ein arabischer Jude, preußische Polen, eine Sächsin und ihre in die USA ausgewanderte Tante, Berliner, Hamburger - unsere Familie ist ein echtes Sammelsurium.

Mein Großvater mütterlicherseits wurde am 19. Mai 1895 in Berlin geboren - unehelich, Vater unbekannt. Seine Mutter kam aus Kuschten (heute Kosieczyn) in Polen nach Berlin als Dienstmädchen und muss wohl dort dem besagten Herrn und Erzeuger meines Opas begegnet sein; geheiratet wurde sie wohl nie.

Mein Großvater musste in den ersten Weltkrieg ziehen wie Tausende anderer junger Männer auch, hatte diesen aber fast unbeschadet überstanden. Nach dem Krieg arbeitete er als Rangierer bei der Reichsbahn, geriet unter einen Wagon und verlor im ersten Monat nach Ende des Krieges einen Unterschenkel. Angeblich hat meine Großmutter bis zur Hochzeitsnacht nicht gewusst, dass er eine Prothese trug.

Das Foto muss aus den Zwanziger Jahren sein, (den goldenen Zwanzigern, in denen auch der Film Cabaret mit Liza Minelli spielt) wegen des Strohhutes, auch Kreissäge genannt.

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Schnullerbaum und Schnöckerkram

In Ramelsloh, einem Ortsteil der großen Gemeinde Seevetal "liegt" das Hamburger Speckland von Bruno Bierbaum, das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert. 

Der Laden ist nicht nur ein einfacher Fabrikverkauf, sondern pure Versuchung auf jedem Quadratmeter. Hier gibt es nicht nur den berühmten Hamburger Speck und Salmi-Lollies, sondern orientalischen Nougat und Zuckerstangen. Der Clou für kleinere Kinder sind aber nicht die Süßigkeiten, sondern der Schnullerbaum auf dem Hof. 

Nach einer alten dänischen Tradition können Kinder hier ihrem Schnulli ein neues Zuhause geben und die Schnullerfee passt darauf auf....

Damit sich aber nicht die lieben Kleinen sofort die Zähne mit Süßigkeiten ruinieren, gibt es zum Tauschen eine kleine Abteilung mit niedlichen Kindermöbeln und hochwertigem Spielzeug.
Und auch als Erwachsener findet man so schicke Sachen wie die Keksdosen verkleidet als Radio oder als VW-Bulli













Richtfest

Ein Richtfest gehört zu einem Hausbau wie die Taufe zu einem  Schiff. Und seit Tagen haben wir den Zimmerleuten vor der Haustür zugesehen, ob sie nicht endlich fertig würden. Aber immer fehlte noch eine Latte oder ein Stück Plane.

Heute war es endlich soweit. Die Nachbarn versammelten sich um dem Spruch des Meisters zu lauschen und gute Wünsche in Form von Besen und Schnaps zu überreichen.

Und dank der familieneigenen Kneipe konnten wir Würstchen, Kartoffelsalat und Gulaschsuppe zum Bier im Warmen und Trockenen genießen




Still unübersehbar

Ein Ausflug ins Wendland, nach Lüchow-Danneberg, ist auch immer ein Ausflug in das "Atomkraft? Nein, Danke!"-Land.

Im Moment rollen zwar keine Castoren, dennoch ist Niedersachsen, die Asse und das Lager Gorleben allgegenwärtig im Gespräch um ein deutsches Endlager.

Der Protest der Menschen ist still, aber weiterhin (englisch still) unübersehbar.